© Kombüttler Dörpsgeschichte (KDG) e.V. 2015
Kombüttler Dörpsgeschichte (KDG) e.V.
St. Leonhard Kirche
Friesen
von
der
Rheinmündung
haben
nach
der
ersten
Jahrtausendwende
die
„Utlande“
besiedelt
und
schließlich
auch
am
östlichen
Rand
der
Insel
„Eiderstedt“
um
1200
ein
Kirchlein
gegründet:
Sie
haben
sowohl
den
rheinischen
Tuffstein
zum
Bau
mitgebracht,
wie
auch
ihren
Schutzheiligen
St.
Leonhard,
dem
die
Kirche
geweiht
wurde.
Das
Taufbecken
stammt
aber
aus
südschwedischem
Sandstein,
denn
kirchlich
war
das
Erzbistum
Lund
in
Schweden
zuständig.
Immerhin
lag
Koldenbüttel
an
dem
alten
Handelsweg
der
Wikinger,
die
von
Haithabu
über
die
Treene
und
Eider
die
Nordsee
erreichten.
Um
den
Altarraum
zieht
sich
noch
gut
sichtbar
ein
romanischer
Gesimswinkelfries,
während
das
Kirchenschiff
im
Westen
in
gotischer
Zeit
um
1400
bis
zur
heutigen
Größe
erweitert
wurde.
Bald
danach
kam
auch
der
„Glockenstapel“
dazu,
dessen
innerster
Tragbalken
auf
das
Jahr
1461
datiert
wird.
Von
der
Innenausstattung
der
St.
Leonhard-Kirche
ist
der
spätgotische
Schnitzaltar
wohl
noch
kurz
vor
1500
entstanden,
während
die
Triumphkreuzgruppe
im
Chorbogen
kurz
danach
entstanden
sein
wird.
Nach
der
Reformation
ist
dann
erst
um
1583
die
Kanzel
durch
den
Staller
Caspar
Hoyer
gestiftet
worden,
ferner
die
drei
großen
Epitaphien
mit
der
Taufe
Jesu
(von
Friedrich
Sievertzen),
seiner
Kreuzigung
(von
Claus
Petersen)
und
seiner
Grablegung
(von
Honne
Jacobs),
gemalt
von
Marten
van
Achten.
Bei
der
Taufe
Jesu
findet
sich
am
linken
Bildrand
ein
Porträt
Martin
Luthers
und
darunter
das
des
Ortspastors
Matthias
Busenius
(+1570),
auf
der
rechten
Seite
Luthers Mitstreiter Philipp Melanchthon.
Der Glockenstapel
Der „Glockenstapel“, dessen
innerster Tragbalken auf das
Jahr 1461 datiert wird.
D
as Taufbecken
Das Taufbecken stammt
aus südschwedischem
Sandstein, denn kirchlich
war das Erzbistum Lund in
Schweden zuständig
Die
acht
gemalten
Passionsszenen
Jesu
auf
den
zugeklappten
Innenseiten
der
Altarflügel
sind
erst
1630
dem
Altar
angefügt
worden,
ebenso
die
Tauf-
und
Abendmahlsszenen,
die
jetzt
neben
dem
Taufstein
hängen.
Unter
dem
Koldenbütteler
Pastor
Andreas
Bendixen
wurde
schließlich
1758
die
erste
Orgel
von
Matthias
Schreiber
aus
Glückstadt
eingebaut,
von
der
allerdings
nur
noch
der
sehr
dekorative
Prospekt
erhalten
ist.
Die
Orgel
selbst
ist
bei
der
großen
Renovierung
der
Kirche
1974
vollständig
erneuert worden (von Detlef Kleuker, Brackwede).
Der
genannte
Pastor
Bendixen
war
es
auch,
unter
dem
das
schon
ca.
100
Jahre
zuvor
erbaute
Marschbürgerhaus
in
der
Dorfstraße
14
als
Pastorat
der
Kirchengemeinde
gekauft
wurde
und
bis
heute
so
genutzt
wird.
Es
ist
ein
reetgedecktes
Treppengiebelhaus,
in
dem
auch
das
Kirchenbüro
und
der
Gemeindesaal
untergebracht
sind.
Der
große
parkähnliche
Pastoratsgarten,
von
einem
öffentlichen
Wanderweg
durchzogen,
wird
alljährlich
für
Sommerfeste
genutzt.
Die
Kirche
ist
von
Ostern
bis
Erntedank
täglich
für
Besucher geöffnet. Sie sind herzlich eingeladen!